Hund pflegen: Fell, Krallen & Zähne richtig behandeln ✂️
Regelmäßige Pflege ist für jeden Hund unverzichtbar – unabhängig von Rasse oder Felltyp. Sie fördert die Gesundheit, stärkt die Bindung zwischen Hund und Besitzer, und ermöglicht es dir, Veränderungen am Körper frühzeitig zu bemerken. Viele Hundebesitzer unterschätzen wie viel Pflege ihr Hund braucht. Dieser Ratgeber zeigt dir was wirklich nötig ist.
Fellpflege
Das Fell ist der größte Indikator für die Gesundheit deines Hundes. Glänzendes, geschmeidiges Fell zeigt eine gute Ernährung und Pflege. Mattes, verfilztes Fell kann auf Mangelernährung, Stress oder Erkrankungen hinweisen.
Kurzhaariger Hund (Labrador, Boxer, Dackel): 1–2 Mal pro Woche mit einem Gummihandschuh oder Kurzhaarbürste bürsten reicht völlig aus. Badebedarf: alle 6–8 Wochen oder wenn nötig.
Langhaariger Hund (Golden Retriever, Berner Sennenhund): Tägliches Bürsten verhindert Verfilzungen. Beginne immer von den Spitzen zur Wurzel. Stellen hinter den Ohren, in den Achseln und am Bauch verfilzen am schnellsten.
Lockiger/krauser Hund (Pudel, Labradoodle): Diese Rassen haaren kaum, dafür verfilzt das Fell ohne regelmäßiges Bürsten extrem schnell. Alle 6–8 Wochen zum professionellen Groomer.
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Krallenpflege
Zu lange Krallen sind eines der häufigsten und am meisten ignorierten Pflegeprobleme. Lange Krallen verändern die Stellung der Zehen, belasten die Gelenke und können zu dauerhaften Haltungsschäden führen. Hunde die viel auf Asphalt laufen, schleifen die Krallen natürlich ab – Hunde die hauptsächlich auf weichem Untergrund laufen, brauchen regelmäßiges Kürzen.
Wie erkennst du zu lange Krallen? Wenn du deinen Hund auf hartem Boden gehen siehst und die Krallen deutlich hörbar tippen, sind sie zu lang. Richtig ist: die Krallen sollten den Boden kaum oder gar nicht berühren wenn der Hund normal steht.
Selbst kürzen oder zum Profi? Mit etwas Übung kannst du die Krallen selbst kürzen. Wichtig: Im Inneren der Kralle verläuft eine Blutader – die "Quick". Wird sie getroffen, blutet es und der Hund hat Schmerzen. Im Zweifelsfall lieber zum Tierarzt oder Groomer.
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Zahnpflege
Über 80 % aller Hunde über 3 Jahren haben Zahnprobleme – und die meisten Besitzer wissen es nicht. Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis sind schmerzhaft und können durch die entstehenden Bakterien sogar innere Organe schädigen.
Zähneputzen: Idealerweise täglich mit einer speziellen Hundezahnbürste und Hundezahnpasta (niemals menschliche Zahnpasta – das Fluorid ist giftig für Hunde!). Den Hund langsam gewöhnen: erst Zahnpasta ablecken lassen, dann Finger, dann Bürste.
Alternativen zum Bürsten: Kauspielzeug und spezielle Zahnpflegeknochen können ergänzend helfen, ersetzen aber nicht das Bürsten. Rohfleischknochen (ungegart) reinigen die Zähne natürlich.
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Ohrenpflege
Besonders Hunde mit Hängeohren (Spaniel, Beagle, Basset) neigen zu Ohrenentzündungen, da die Luft schlecht zirkuliert. Kontrolliere die Ohren wöchentlich auf Rötung, Geruch oder Ausfluss. Reinige nur mit speziellen Ohrreinigungstüchern oder -lösung – niemals tief in den Gehörgang einführen.
📅 Pflege-Kalender auf einen Blick
- Täglich: Zähne putzen, Fell auf Zecken/Verletzungen checken
- Wöchentlich: Bürsten (je nach Rasse), Ohren kontrollieren
- Monatlich: Krallen kürzen, Baden
- Alle 6–8 Wochen: Professioneller Groomer (bei langhaarigen/lockigen Rassen)
- Jährlich: Tierarzt-Check inkl. Zahnkontrolle